Schubladendenken

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Im menschlichen Gehirn muss es definitiv einen Bereich mit unzähligen Schubladen geben. Fein säuberlich übereinander gereiht. Schublade über Schublade. Schublade neben Schublade. Da gibt es Schubladen, die sind beschriftet mit Worten wie ‚unbeliebt‘ oder ‚lebensnotwendig‘. Solche Schubladen hat jeder Mensch. Schubladen, in welche wir Menschen stecken. Und Dinge.

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Wir sehen jemanden auf der Straße laufen, der trägt Dinge die uns so absolut gar nicht gefallen. Zack, Schublade auf – dieser Mensch muss komisch sein. Da gibt es diese Personen, bei denen ihr guter Ruf schon vorauseilt und jeder weiß, dass die doch eh jeden nur verarschen. Zack, Schublade auf – die sind doch alle gleich, mit so jemandem möchte ich nichts zu tun haben! Und dann gibt es da noch die vielleicht weniger wichtigen Dinge, wie den Film oder die Schuhe die jeder doof findet. Zack, Schublade auf – eigentlich ist das vielleicht nicht meine Meinung und den Film habe ich überhaupt noch nicht gesehen, aber alle sagen das also muss es wohl stimmen.

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Das waren jetzt alles Negativbeispiele. Natürlich kann es auch in die komplett andere Richtung gehen. Solche Schubladenlisten könnte ich ewig weiterführen. Jeder Mensch steckt jeden Tag Dinge in Schubladen. Menschen. Verhaltensweisen. Pläne. Schubladendenken macht mich sauer. Es ist ungerecht Menschen danach zu beurteilen, was sie beispielsweise tragen. Einzelnen Verhaltensweisen die sie haben. Vorurteilen nachzugehen. Wer gibt mir das Recht Menschen in Schubladen zu stecken ohne sie überhaupt zu kennen. Ohne ihnen eine Chance gegeben zu haben mir zu beweisen, dass andere oder auch ich selber, sie vielleicht zu unrecht in bestimmte Schubladen gesteckt haben. Vielleicht verpassen wir durch dieses Denken die Chance die tollsten Menschen und Dinge kennen zu lernen, nur weil sie in Schubladen stecken, in die sie nicht gehören.

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13 Gedanken zu “Schubladendenken

  1. ohja! mir ist es schon so oft passiert, dass ich Leute, von denen ich zuvor nichts gehalten habe, weil ich sie in Schubladen gesteckt habe, bei Gelegenheit dann aber näher kennen gelernt und schließlich bermerkt habe, dass sie superlieb und cool sind.

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  2. Heute mal ein Kurzroman! Zu aller erst will ich mich ganz ehrlich und von ganzem Herzen für deine viel zu vielen Komplimente zu meinem Text und Post bedanken! Ohne viel herum zu kitschen: Riesen Dankeschön! Ich war beim Lesen so stolz, dass es schon an Übertriebenheit grenzte! Deinen Text und deine Gedanken finde ich sehr interessant und selbstverständlich stimme ich dir zu. Ich bin allerdings unglaublich froh, dass sich viele Schubladen wieder öffnen lassen und Menschen auch dazu fähig sind, Dinge neu zu sortieren, neu zu ordnen, in andere Schubladen um zu packen. Outfit und Bilder wie IMMER sehr gut! Bei dem düsteren Wetter tut es gut, auch nur auf Fotos Sonnenstrahlen zu sehen.

    Schönen Dienstag dir!

    mtrjschk.blogspot.de

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  3. Danke erneut für deine Worte! Ich glaube fest an dich und drücke dir die Daumen, dass du dein Shoppingvorhaben in die Tat umsetzen kannst 🙂 Mit der Fellweste will ich auf jeden Fall sobald es geht ein Outfit shooten, allerdings komme ich in letzter Zeit leider viel zu selten zum Fotografieren… Oh nein! So war das auch gar nicht gemeint! Ich zweifel in keinster Weise daran, dass deine Kommentare nicht ernst gemeint sind oder so ähnlich. Das Wort „Schleimerei“ war hier mehr als Überbegriff für unsere Romane gemeint und nicht negativ gemeint 😉 Aber du hast Recht, da hätte eine andere Bezeichnung besser gepasst. Meine Texte und Beiträge meine ich schließlich auch so, wie ich sie schreibe.

    Einen wunderschönen Mittwoch!

    mtrjschk.blogspot.de

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  4. Ich glaube nicht, dass es sich ganz vermeiden lässt, dieses Schubladendenken, von dem du schreibst. Weil man ja von Anfang an lernt, alles einzusortieren und zu bewerten. Ich glaube auch gar nicht, dass Einordnung generell etwas schlechtes ist. Aber es sollte ein grösseres Bewusstsein dafür geben, dass Einordnung nicht bedeutet, etwas für immer aus dem Fluss der Veränderung heraus zu reißen. Manchmal ist man einen Tag lang in einer Schublade und den nächsten Tag in einer anderen 🙂

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  5. Dein Post führt einem selbst vor Augen, wie schnell man in Schubladen denkt. Das regt zu bewussterem Umgang mit anderen Menschen an. Danke für diesen Anstoß für das neue Jahr! 🙂
    Herzlichst, Mara

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